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Tanztheater über Flucht und Ankunft

Von: Martina Stöhr

Geschichten vom Weggehen und Ankommen: Das Theater K präsentiert erneut das Stück „Moosmantel“.

Aachen. Um Geschichten vom Weggehen und Ankommen, von Einsamkeit und Glück geht es beim Tanztheater „Moosmantel“. Frauen mit verschiedenen kulturellen Wurzeln entwickelten über mehrere Monate ein poetisches Gesamtwerk, in dem sich Märchenhaftes mit Erlebtem verbindet.

Jetzt sollen unter anderem Flüchtlinge und ihre Paten am Mittwoch, 25. Februar, erneut die Gelegenheit bekommen, das Stück des Theater K um 19.30 Uhr im Space im Ludwig-Forum zu sehen.

Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und von den eigenen Erfahrungen zu erzählen. „Die Flüchtlinge finden sich in diesem Stück wieder“, meint Ingeborg Heck-Böckler, eine der Organisatorinnen der Save-Me-Kampagne „Aachen sagt Ja“. Die Kampagne setzt sich dafür ein, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen, ohne dass diese auf eigene Faust den gefährlichen Weg nach Europa wagen müssen.

Gemeinsam mit Regisseurin Annette Schmidt will Heck-Böckler die Flüchtlingsfrage in den Mittelpunkt rücken. Und für die Betroffenen selbst biete das Tanztheater einen ganz neuen Zugang zu ihren Ängsten und Nöten, meinen beide.

„Choreographien, Szenen und Lieder zeigen Geschichten von Flucht, Ankommen, Sich-weg-wünschen, Bleiben, von Fremdsein, Einsamkeit, Glück, plötzlicher Gemeinschaft und großen Festen“, heißt es in der Beschreibung des Stücks. Lange Zeit habe es gar keine Geschichte gegeben, meint Annette Schmidt, die habe sich erst nach und nach entwickelt. Besonders viel verspricht sie sich von dem anschließendem Austausch. Sie hofft, dass die Zuschauer die Flüchtlingsfrage danach anders wahrnehmen und vielleicht sogar selber aktiv werden – möglicherweise gleich als Paten in der Aachener Save-Me-Kampagne.

Die Sonderaufführung von „Moosmantel“ wurde auch Dank der Unterstützung durch das Bistum Aachen und die Stadt Aachen möglich. Außerdem wurde das Stück als integratives Kulturprojekt vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Flüchtlinge und Aachener Bürger, die sich als Paten in der Flüchtlingshilfe engagieren, haben freien Eintritt zu der Vorstellung. Die Uraufführung war bereits Ende vergangenen Jahres.

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