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Schicksal der Flüchtlinge rückt in den Mittelpunkt

Eindringliches Dokumentartheater zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember in der Citykirche. „Bühne für Menschenrechte“ aus Berlin zeigt preisgekröntes Stück. Im Anschluss wird noch über das Thema diskutiert.

Aachen. Der 10. Dezember ist ein ganz besonderer Tag – nicht nur für Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. An diesem Datum wird der Tag der Menschenrechte begangen. Es ist damit ein Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Zum zweiten Mal in Folge nimmt Amnesty International in Kooperation mit der Bistumsregion und dem Katholikenrat den Tag zum Anlass, um die Situation von Flüchtlingen zu beleuchten. Das geschieht diesmal in Form eines eindringlichen Dokumentartheaters, das am 10. Dezember um 19.30 Uhr in der Citykirche in der Großkölnstraße aufgeführt wird.

Die wachsende Zahl von Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung fliehen und in Europa Asyl suchen, beschäftigt uns täglich. Welche Einzelschicksale dahinter stecken und welche dramatischen Fluchtgeschichten die meisten Asylsuchenden erlebt haben, ist selten ein Thema. Genau das in den Fokus zu rücken – nämlich die Einzelschicksale und Dramen der Lebensgeschichten von Flüchtlingen –, ist die Idee hinter der Veranstaltung.

Die Veranstalter konnten die „Bühne für Menschenrechte“ mit dem preisgekrönten dokumentarischen Theaterstück „Asyl-Monologe“ gewinnen. Das Stück basiert auf den wahren Lebensgeschichten von Flüchtlingen und erzählt von ihren Werdegängen. Sie beginnen mit den Lebensläufen in der Heimat, erzählen von den Fluchtursachen und von den Erfahrungen, die Flüchtlinge in Deutschland machen. So handeln die Monologe beispielsweise von Felleke aus Äthiopien, dem zunächst die Abschiebung droht und der später einen Menschenrechtspreis erhält, oder von Safiye, die Jahre der Haft in der Türkei erlebt und dann eine absurde Asylablehnung erhält.

Im Anschluss findet eine Diskussion statt, an der Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Dr. Jürgen Jansen vom „Eine-Welt-Forum“ und Hans-Peter Clahsen vom Arbeitskreis Asyl in Würselen teilnehmen werden. „Es geht um mehr, als nur darum, Betroffenheit zu wecken“, erklärt Holger Brantin, Sprecher des Katholikenrats. Es sei auch wichtig, Hintergrundinformationen zu liefern und aufzuzeigen, wie geholfen werden kann – zum Beispiel durch die Unterstützung der Kampagne „Save me“. (nim)