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Aufnahme von 101 irakischen Flüchtlingen aus der Türkei

Am Flughafen Hannover erreichten heute 99 von insgesamt 101 irakischen Flüchtlingen, die zunächst in die Türkei geflohen waren, Deutschland.

Begrüßt und in Empfang genommen wurden sie vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. Christoph Bergner und dem Präsidenten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Dr. Manfred Schmidt.

"Die Flüchtlinge, die heute hier in Hannover gelandet sind, haben einen langen Weg hinter sich. Sie mussten aus ihrer irakischen Heimat fliehen und haben vorübergehend Schutz in der Türkei gefunden. Ich hoffe, dass sie nun in Deutschland gut ankommen und hier eine neue Heimat finden. Wir werden sie dabei nach Kräften unterstützen", erklärte Dr. Bergner anlässlich der Ankunft der Flüchtlinge.

Die Aufnahme erfolgt im Rahmen des Resettlement-Programms, das die Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus Drittstaaten beinhaltet und 2011 von der Innenministerkonferenz beschlossen wurde. Innerhalb von drei Jahren werden insgesamt 900 Flüchtlinge auf diese Weise in Deutschland aufgenommen.

Bei der Auswahl der Flüchtlinge waren das Ausmaß der Schutzbedürftigkeit und die Integrationsfähigkeit der aufgenommenen Flüchtlinge entscheidend. Auch familiäre und andere integrationsförderliche Bindungen nach Deutschland waren von Bedeutung.

Die Flüchtlinge wurden bereits in der Türkei mit ersten Eindrücken der deutschen Sprache und Kultur auf ihr neues Heimatland eingestimmt. "Vieles wird Ihnen am Anfang Schwierigkeiten bereiten, beispielsweise die Sprache oder die Lebensgewohnheiten der Menschen hier. Sie werden viel Kraft benötigen, um sich hier eine neue Zukunft aufzubauen. Dabei kann Ihnen die Teilnahme an einem Integrationskurs helfen, denn schnell die Sprache zu erlernen, ist besonders wichtig", so der Präsident des Bundesamts, Dr. Manfred Schmidt.

Bei den Angekommenen handelt es sich größtenteils um Familien mit Kindern. 45 der 101 Flüchtlinge sind jünger als 18 Jahre. Bevor die Flüchtlinge in ihre Aufnahmekommunen reisen, werden sie zunächst bis zu 14 Tage im Grenzdurchgangslager in Friedland wohnen, wo sie weiteren Sprachunterricht und Grundinformationen über das tägliche Leben in Deutschland erhalten.