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Pressedienst des Bundesinnenministeriums:

Berlin, 29. November 2011

Aufnahme von nach Malta geflüchteten Nordafrikanern

Mit einer Sondermaschine aus Malta sind heute Mittag 147 Nordafrikaner am Nürnberger Flughafen eingetroffen. Sie waren im Frühjahr dieses Jahres aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen in Libyen über das Mittelmeer nach Malta geflüchtet.

Als Zeichen der Solidarität mit dem EU-Mitgliedstaat verabredeten Bund und Länder in der Folge, auch in diesem Jahr Flüchtlinge aus Malta zu überneh-men. Sechs weitere Personen werden in den kommenden Wochen in Deutsch-land eintreffen, sodass nach den 102 Personen im Jahr 2010 in diesem Jahr insgesamt 153 Personen aufgenommen werden.

Bundesinnenminister Dr. Friedrich erklärte anlässlich der Ankunft der Flüch-tlinge: „Malta ist aufgrund seiner geografischen Lage und im Hinblick auf seine geringe Einwohnerzahl in besonderer Weise durch die Migrationsbewe-gungen aus Nordafrika belastet. Mit dieser erneuten humanitären Aufnahme von Flüchtlingen aus Malta tragen wir zur Entlastung des europäischen Part-nerstaates bei. Ich danke insbesondere den Bundesländern, die sich nun um den weiteren Aufenthalt der Menschen kümmern.“

Die in diesem Jahr aufgenommenen Personen kommen aus Somalia (72), Eritrea (72), Äthiopien (7) und dem Sudan (2). Im Fokus der humanitären Aufnahmeaktion standen insbesondere Familien und Alleinerziehende mit Neugeborenen und kleinen Kindern. So sind insgesamt 40 der 153 Personen sieben Jahre oder jünger und 47 Personen zwischen 25 und 31 Jahre alt.

Die Flüchtlinge sind bereits auf Malta mit einer kulturellen Erstorientierung sowie mit ersten Eindrücken der deutschen Sprache auf ihr neues Leben in Deutschland vorbereitet worden. In ihrer neuen Heimat in den jeweiligen Bundesländern haben alle Flüchtlinge die Möglichkeit, sofort an einem Integrationskurs teilnehmen. Die dazu notwendigen Teilnahmeberechtigungen wurden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bereits am Flughafen überreicht.