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Amnesty International: Mahnwache zur Abschaffung der Todesstrafe in Weißrussland

„Der letzte Henker in Europa“

Rund zehn Personen hatten sich zur Mahnwache eingefunden.

Eupen

Jedes Jahr am 9. Dezember, dem Vortag des Menschenrechtstages, versammeln sich einige Menschen vor der Eupener Friedenskirche, um eine von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International organisierte Mahnwache abzuhalten und auf Missstände der aktuellen Menschenrechtssituation aufmerksam zu machen.

Auch in diesem Jahr fanden sich erneut einige Amnesty International-Anhänger sowie Privatpersonen vor der Kirche ein, um mit Fackeln und Laternen auf das diesjährige Thema aufmerksam zu machen: die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus (Weißrussland).

„Belarus: der letzte Henker in Europa“ lautet der Slogan der Menschenrechtsorganisation, denn Belarus ist das einzige Land in Europa, das noch immer Todesurteile verhängt und durchführen lässt.

Doch nicht nur die Todesstrafe selbst, sondern auch die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Verurteilten ihre letzten Tage verbringen müssen, stellt Amnesty International an den Pranger. Ohne den genauen Hinrichtungstermin zu kennen, verharren die zu Tode Verurteilten Wochen, Monate oder sogar Jahre in unterirdischen Kellerverliesen, ohne Frischluft oder Tageslicht.

Im Gegensatz zu vergangenen Jahren mussten die Teilnehmer in diesem Jahr auf musikalische Begleitung und die Ansprache in der Friedenskirche verzichten, da diese aufgrund von Umbauarbeiten nicht zugänglich war.

Ingeborg Heck-Boeckler, Pressesprecherin von Amnesty Aachen, bedauert die geringe Teilnahme in diesem Jahr, geht jedoch davon aus, dass sowohl die schlechten Wetterbedingungen als auch die Tatsache, dass die Mahnwache an einem Sonntagabend stattfand, dazu beigetragen haben, dass sich nur knapp zehn Teilnehmer vor der Friedenskirche eingefunden hatten. Dennoch ist die Menschenrechtsaktivistin zuversichtlich und hofft, mit der Aktion einige Menschen, seien es passierende Fußgänger oder Autofahrer, auf das Problem in Belarus aufmerksam gemacht zu haben. (dr)