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StartseiteKoenigs24052012

Amnesty International kritisiert Flüchtlingspolitik Deutschlands

Anlässlich des heute veröffentlichten Menschenrechtsberichts von Amnesty International, erklärt Tom Koenigs, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

„In seinem neuesten Menschenrechtsbericht nimmt Amnesty International 155 Länder ins Visier und zeigt auch mit dem Finger auf Deutschland. Kritisiert wird die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundesregierung. Roma, Ashkali und Kosovo-Ägypter würden in den Kosovo zwangsweise zurückgeführt werden, obwohl ihnen im Kosovo weiterhin Diskriminierung drohe.

Ich begrüße ausdrücklich, dass Amnesty International diesen Punkt aufgreift, denn die Bundesregierung verletzt hier menschenrechtliche Prinzipien wie die vorrangige Achtung des Kindeswohls. Für die meisten Kinder bedeutet die Rückführung in den Kosovo eine Abschiebung ins Elend. Viele leben mit ihren Familien in extremer Armut und am Rande der Gesellschaft. 75 Prozent der aus Deutschland abgeschobenen schulpflichtigen Kinder gehen im Kosovo nicht mehr zur Schule. 44,2 Prozent der abgeschobenen Jugendlichen leiden unter Depressionen. Jedes dritte Kind leidet unter klinisch nachweisbaren posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Bundesregierung ist aufgefordert, das Wohl der Kinder konsequent in den Mittelpunkt zu stellen und keine Kinder in den Kosovo abzuschieben.“

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- Sekretariat -
Tom Koenigs, MdB
Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin