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„Wir, aber nicht die Anderen“

Kooperationsveranstaltung der Asylgruppe Aachen mit der Evangelischen Stadtakademie

Wann?

12.10
19.00 - 21.00 Uhr

Wo?

In der Annakirche
Annastraße 35
Aachen

„Wir, aber nicht die Anderen“ Wie zunehmende Ausgrenzungsbereitschaft die Menschenrechte in den westlichen Gesellschaften aushöhlt und was diese Entwicklung umkehren könnte

Auch in den Gesellschaften des ‚Westens’ lässt sich seit Jahren eine weltweit verbreitete Erosion zivilisatorischer Errungenschaften beobachten: eine Einschränkung statt der Einhaltung der Menschenrechte. Die Tendenz geht hin zu einer Politik, die auf Wut, Ressentiment, Angstmacherei und Spaltung basiert und damit die gezielte Diskriminierung einzelner gesellschaftlicher Gruppen provoziert. Die Erfolge der britischen Brexit-Kampagne und des US-Wahlkämpfers Donald Trump haben hier Zeichen für die Erwartungen an das Regierungshandeln gesetzt. Auch auf dem europäischen Kontinent bestimmen in vielen Nationen inner- wie außerhalb der EU jene die Themen der politische Debatte, die eine Rückbesinnung auf das ‚Eigene’ gegenüber den ‚Anderen’, eine Betonung des ‚Identiären’ gegenüber dem ‚Fremden’ fordern. Weder mit der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 noch mit der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (rechtskräftig seit dem 1. Dezember 2009) sind solche Bestrebungen vereinbar. Mit ihren ausgrenzenden Tendenzen richten sie sich gegen das hier wie dort formulierte Prinzip, dass jeder Mensch die gleichen Rechte besitze. Dennoch zeigen diese Bestrebungen vielfach Wirkung. Sie reichen von einer unterschwelligen gesellschaftlichen Akzeptanz von Hassverbrechen gegenüber Geflüchteten ohne zureichend wirksame Gegenmaßnahmen durch die Behörden bis hin zu Verschärfungen des Asylrechts, die mit Eingriffen in die Grundrechte der Schutzsuchenden einhergehen. Hinzu kommt ein aggressiver Umgang mit Kritikern der Diskriminierungs-Politik. Menschenrechtsverteidiger werden gesellschaftlich diffamiert, in manchen Ländern (wie der Türkei) zudem systematisch vom Staat schikaniert. Was bedeutet die zunehmende gesellschaftliche und staatliche Ausgrenzungsbereitschaft für die Achtung bzw. Missachtung der Menschenrechte, insbesondere im Hinblick auf Flüchtende und Asylsuchende und in Bezug auf gesellschaftliche Minderheiten in der EU und in den USA? Inwiefern spiegelt sich der gesellschaftliche Klimawandel bereits in veränderten Gesetzeslagen in diesen Nationen der westlichen Welt? Gibt es Hoffnungszeichen, die darauf hindeuten, dass die repressive Entwicklung umkehrbar ist?

Zu Diagnose und Prognose werden referieren und diskutieren: Wolfgang Grenz von Amnesty International und für die Evangelische Kirche im Rheinland Hans-Joachim Schwabe aus dem Kirchenkreis Jülich.

Moderation: Dr. Uwe Beyer

Kontakt

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52070 Aachen

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