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12 Flüchtlinge in Aachen gerettet: Menschen harrten im Kühltransporter aus

Von Meryem Okan

Es war pures Glück, dass sie überlebt haben: Am Freitagmittag (20.02.2015) hat die Bundespolizei am Grenzübergang Aachen-Vetschau 12 Flüchtlinge aus einem Kühltransporter befreit, darunter auch ein sechsjähriges Kind und fünf Jugendliche.

Offenbar waren die Flüchtlinge auf dem Weg nach Großbritannien und wurden am Fährhafen von Calais in den Kühltransporter geschleust, kletterten aber in den falschen Lastwagen. Bei kalten Temperaturen um die 2 Grad machten sie unterwegs durch Klopfgeräusche auf sich aufmerksam, der LKW Fahrer rief die Polizei.

Nur leichte Unterkühlungen

Die Beamten lotsten ihn an den deutsch-niederländischen Grenzübergang Aachen-Vetschau. Dort standen bereits Rettungskräfte bereit, um die Flüchtlinge, die aus Vietnam, Irak, Iran und Kuwait stammen, in Empfang zu nehmen.

Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut, sagt die Bundespolizei. Dass sie nur leichte Unterkühlungen davontrugen, sei reines Glück. Die Frauen, Männer und das Kind wurden direkt ärztlich untersucht. Zusammen mit Mitarbeitern von Amnesty international und der Bahnhofsmission wurden sie mit heißen Getränken, Decken und Essen versorgt.

Flucht noch nicht vorbei

Fünf von ihnen sind noch minderjährig und waren allein auf der Flucht, sie wurden dem Jugendamt in Aachen übergeben. Die anderen, auch das Kind, das in Begleitung eines Elternteils war, wurden noch am selben Abend in eine zentrale Aufnahmeeinrichtung nach Dortmund gebracht.

Bereits vor einem Jahr wurden in Eschweiler 13 Flüchtlinge aus einem Kühltransporter befreit, auch sie waren auf dem Weg nach Großbritannien in Calais in den falschen LKW geklettert.